Wissenschaft und Web 2.0

Kommentieren 22. June 2008

Super Interview von wisskomm mit Prof. Dr. Annette Lessmoellmann, Hochschule Darmstadt: “Warum Wissenschaftler auch in Deutschland bloggen sollten.” anlässlich des Bremer Forums für WissenschaftsJournalismus im November 2007:

(Gefunden und zitiert von edufuture.de).

Tatsächlich existieren noch viele Probleme, die Frau Lessmoellemann schildert – z.B. Angst vor Ideenklau, kein gemeinsames Arbeiten und Austauschen von Ideen, sondern das stille Kämmerlein. Ob sich durch Blogs, Wikis und Podcasts daran etwas ändern wird, hängt wohl auch davon ab, mit welcher Medienkompetenz zukünftige Akademikergenerationen von den Schulen an die Universitäten kommen. Wenn bereits frühzeitig eine ausreichende Sensibilität und Kompetenz hinsichtlich des Umgang mit kollaborativen online-Medien geschult wird, ist sicher auch die universitäre Mentalität einem schleichenden Wandel ausgesetzt. Auf der anderen Seite wirken sich diesbezüglich Tendenzen, die sich aus einer verkürzten Gymnasialzeit bei weitestgehend unverändertem Curriculum mit dem aktuell erkennbaren Entwicklungen zu einem ziel-, leistungs- und auch konkurrenzorientierten Denken bei den Schülerinnen und Schülern ergeben, eher hemmend darauf aus, eine auf Kooperation ausgerichtete Schülerschaft aus den Schulen zu entlassen. Erst wenn die durchaus kollaborativen und kommunikativen Strukturen, die Schülerinnen und Schüler im privaten Bereich aufbauen (schuelervz, twitter & Co), auch im schulischen Leben etabliert werden können, halte ich die von Frau Lessmoellmann angedachten Veränderungen auch an den Universitäten für realisierbar.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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