games 2.0

Kommentieren 20. June 2008

In diesem Blog wurde bereits mehrfach auf den Aspekt Computerspiele in Verknüpfung mit Web 2.0-Ideen eingegangen. Dies ergibt sich sicher aus der Arbeit unserer Workshopgruppe 1, welche sich intensiv diesem Thema gewidmet hat. Daran anknüpfend entanden bereits mehrere postings: hier, hier und hier.

Heute habe ich ein weiteres Video einer 3sat-Reportage mit dem Titel “games 2.0 – der nächste Level” gefunden, in dem dieser Themenbereich ebenfalls aufgegriffen wird.

Zu Beginn des Beitrag geht es um den aktuellen Stand bzw. die technischen Innovationen, welche derzeit in der Entwicklung und/oder Realisierung befindlich sind, um in den “Spielen der Zukunft” umgesetzt werden zu können. Der zweite Teil (ungefähr ab der Hälfte) geht dann auf konkrete Umsetzungen ein, wobei bei den vorgestellten Spielen immer die als zukunftsträchtig dargestellte Idee des “games 2.0” im Vordergrund steht. Ähnlich zum Web 2.0 ist also auch bei der Spieleentwicklung ein deutlicher Trend zur Etablierung einer Szenerie (oft “Welt” genannt) mit der individualisierten Möglichkeit, diese zu erleben aber auch zu erweitern, erkennbar. Und gerade letzteres ist doch genau der Aspekt, der auch bei der Präsentation unserer Workshopgruppe als so tragfähig dargestellt wurde: Der User erstellt seinen eigenen Content und lädt weitere User ein, an seinen Kreationen/Erweiterungen/Ideen teilzuhaben.

Und damit ist – was auch im Film angedeutet wird – genau das geschaffen, was wir ebenfalls festgehalten haben: Die Spielewelt wird mit der “realen” Welt verknüpft und über das reine Spielen hinaus, wird man selber als Kreativsubjekt integriert und weiter sogar zur Etablierung von Gemeinschaften/Communities angeregt.

Besonders treffend fand ich ein Zitat, womit die Reportage quasi schließt:

“[…] Ansonsten verschwimmen zunehmend die Unterschiede zwischen Spiel- und Arbeitswelten”

Die Möglichkeiten, die sich daraus für neue Lernstrategien und -optionen ergeben, sind – schaut man sich die im Film erwähnten Hauptförderer an – zwar durchaus erkennbar aber noch nicht im Hauptfokus der Entwickler angekommen. Ich bin gespannt, wie stark es derartigen Spielkonzepten gelingen wird, schulische Ansätze und Methoden zu absorbieren bzw. andersherum: wann es gelingen wird, das Spielen von schulischer Seite stärker als motivationalen und integrativen Bestandteil von Unterricht zu erkennen und zu akzeptieren.

Genug der Worte, viel Spaß mit dem Film:

Links:

– das Spiel Spore

– Beiträge in anderen Blogs: hier, hier und hier.

Dieses post wurde erstellt von René Scheppler.

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